EOD-Erprobungen in Lübhteen

 

 

 

Der Sprengplatz des Truppenübungsplatzes Lübtheen war ein geeigneter Platz, um sprengtechnische Öffnungsverfahren zu erproben und anzuwenden. Weiterhin um Munition zu vernichten und Erfahrungen über Splitterbildung und deren Wirkung auf verschiedene Objekte zu sammeln.

 

Unter sprengtechnischem Öffnen versteht man das möglichst gefahrlose, schnelle und effektive Unschädlichmachen einer Munition wo einem Langzeitzünder, einem Störzünder oder einem anderen Zünder eingebaut ist, dessen konventionelle entschärfung mit Werkzeugen gefährlich und zeitraubend ist.

 

Die sprengtechnische Öffnung soll die Munition in einer dieser Zustände versetzen:

 

 

Bei diesem Verfahren kann die Munition allerdings auch mit volle Leistung zur Wirkung kommen. Es ist darum immer notwendig, den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand einzuhalten; deshalb beträgt in Lübtheen der abstand zwischen dem Sprengplatz mit den neun Sprengorten und der Zündstelle beim teehaus auf dem "Feldherrnhügel" sichere 1500 m. An den in vielen Jahren durchgeführten internationalen 17 EOD-Erprobungen  haben sowohl militärische als auch zivile Kampfmittelbeseitiger erfolgreich und ohne unfalle teilgenommen.

 

Ablauf:

 

 

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Jeden morgen beläd die Übungsleitung im lager des zivilen Kampfmittelräumdienst ein oder zwei LKWs mit so viel Ziel- und Angriffsmunition, wie für den tag gebracht wird. Auf dem Sprengplatz lagert die gesamte Munition in dafür eingerichtichte Bunkern; von dort werden die für den jeweiligen Durchgang benötigten Objekte von der Übungsleitung an die Sprengorte gebracht. Jeder Sprengort besteht aus drei Sprenggruben.

 

 

 

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Wenn die zu Öffende oder zu vernichtende Munition auf die Sprengorten verteilt ist, belehrt der Leitende die Truppe über die allgemeinen Sicherheitsbestimmungen und die besonderheiten des Truppenübungsplatzes. Hiernach verteilen sich die Trupps auf die zugeweisenen sprengorte um:

 

 

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Für die Vernichtung oder weitgehende Unschädlichmachung der Munition verfügen wir über die militärublichen Standardladungen und alternative Ladungen.

 

Enige Standard Ladungen sind:

 

 

Enige Alternative Ladungen sind:

 

 

Eine detaillierte Liste aller verwendenten Ladungen ist im Artikel "EOD-Erprobungen Lübtheen" beschrieben. Für Zugang benötigen sie einen account, den Sie bei eod-thor@t-online beantragen können. 

 

Nachdem die Trupps Kenntnisse von der Beschaffenheit der Munition erhalten und eine erfolgversprechende Angriffsmethode gewählt haben, empfangen sie bei der Munitionsausgabestelle am Bunker die gewünschten Ladungen. Mann geht zum Sprengort und jeder Trupp bringt seine Sprengmittel auf seine Weise an, von der mann sich das meiste verspricht.

 

Wenn alle Trupps ihre Ladungen angebracht haben, gibt der Leitende den Befehl "Minimize", Dies bedeutet, daß an jedem Sprengort nur noch eine Person zurück bleibt. Alle anderen Teilnehmer begeben sich zurück zür Zündstelle beim Teehaus auf den "Felherrnhügel".

 

Nach einer kurzen Begehung der Sprengorte durch den Leitenden stellen die verbliebenen Truppführer auf seinen Befehl die "Zündbereitschaft Eins" her, das heißt, jetzt wird die Sprengkapsel mit dem Zündkabel verbunden. Sind alle Fertigmeldungen eingetroffen, gibt der Leitende den Befehl "Zündbereitschaft Zwei herstellen". Jetzt steckt der Truppführer die Sprengkapsel in die Ladung und begibt sich ebenfalls zum Teehaus. Wenn auch die Übungsleitung nach einenr Letzten Überprüfung der Sprengorten beim Teehaus angekommen ist, werden die Leitungen noch einmal mit einem Ohmmeter durchgemessen. Dann endlich bestimmt der Leitende die Reihenfolge, in der die Trupps ihre Ladungen zünder dürfen.

 

 

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Während der Aktivierung der Ladungen wird vom Feldherrnhügel aus, mit dem Fernglas, eine visuelle Kontrolle und erste Bestandsaufnahme gemacht, dann fahren der Leitende und sein Stellvertreter allein voraus und stellen die Sicherheit an den Sprengorten her: Liegen gefährliche Teile verstreut? Glimmt irgendwo einen detonationsfähige Munition?

 

Ist keine Gefährdung mehr auszumachen, dann werden neue Objekte in die Gruben gelegt. Ganz zum Schluß  treten die Trupps an ihre Sprengorte und beurteilen ihre Leistung und die der anderen. Hiernach nemen sie einen neuen auftrag entgegen.

 

Einige Beispiele:

 

Ein 240 mm Mörser, geöffnet mit einer linearen Schneidladung.

 

 

 

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Ein 60-Pfund Gefechtskopf, ebenfalls mit einer linearen Schneidladung.

 

 

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Ein 1000-Pfund bombe, durchgetrennt mit der flexiblen Schneidladung "Blade"

 

 

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Angriffsladungen SM EOD-22, HL-21 und HL-200. 

 

 

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PG-2 Gefechtskopf, Glasladung, elektrisch gezündete Thermit-Handgranaten und Vorbereiten von 10 Dragon Gefechtsköpfe.

 

 

 

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Eine Russische OFAB-250-270 Splitterbombe vor und nach ihrer Trennung durch eine spezielle Ladung und eine amerikanische WK II 1000 Pfund Bombe.

 

 

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Den Wochenhöhenpunkt bildete immer die Verwendung der Hohlladung HL-200, die wir respektvoll die "Mutter aller Ladungen" nennen, und mit der jeder Trupp gern gearbeitet hätte. diese Hohlladung wird auf die Erdoberflage über eine fünf Meter tief darunter leigende 1000 Pfund Bombe gestellt und ausgerichtet. Nach immer wieder spektakulären und sehenwerten Zündung dieser Riesenladung ist jede Bombe vernichtet; Wir schauten dann in ein großes Loch.  "Zwo, Drei.......... Wir sind glücklich!

 

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